INBETRIEBNAHMEN

Die Grafiken auf dieser Webseite veranschaulichen den zeitbezogenen Umfang der in Betrieb gegangenen Windenergieanlagen und die darin installierte elektrische Leistung in Megawatt [MW] - den sogenannten Bruttozubau - ab dem Jahr 2010. Im unteren Teil wird zudem die aktuell installierte Gesamtsituation in den Ländern dargestellt.

 

Die meiste Windenergieleistung in einem Monat seit 2010 wurde im Dezember 2015 installiert, als über 1.000 Megawatt in Betrieb gingen. In zwei weiteren Monaten (Dez. 2014, Sep. 2017) wurden jeweils über 900 MW neu ans Netz angeschlossen. Demgegenüber lag der Bruttozubau des Jahres 2019 in sechs Monaten jeweils unterhalb von 50 MW.

Die monatlich aufsummierte Windenergieleistung ermöglicht den Vergleich der aktuellen Entwicklung mit der des Vorjahres. Als weitere Vergleichsgrößen zeigt die Grafik die Situation im bislang besten Ausbaujahr (2017) sowie die Durchschnittswerte für den Zeitraum 2010 bis 2024.

In den Jahren 2014, 2015 und 2017 gingen jeweils mehr als 4.000 MW bzw. 1.500 Windenergieanlagen in Betrieb. Ab der zweiten Jahreshälfte 2018 ist der Zubau erheblich eingebrochen und liegt weit unterhalb dessen, was zur Erreichung der Klimaschutzziele in Deutschland erforderlich ist. Im Jahr 2025 stiegen die Inbetriebnahmezahlen deutlich an und erreichen zuletzt 5.300 MW - der zweitbeste Zubauwert der bundesdeutschen Historie.

Der Ausbau der Windenergie entwickelt sich in den einzelnen Bundesländern sehr unterschiedlich. Während in Niedersachsen 9.200 MW und in Schleswig-Holstein 8.400 MW Windenergieleistung zwischen 2010 und 2025 neu installiert wurden, erreichte in den großen Flächenländern im Süden, Bayern und Baden-Württemberg, der Brutto-Zubau in dieser Zeit nur 2.340 MW bzw. 1.650 MW. In Süddeutschland ist auch der Rückgang seit 2019 weitaus stärker ausgeprägt als in der Mitte und im Norden des Landes.

Neue Windenergieanlagen wurden von 2010 bis 2025 in 288 Landkreisen und kreisfreien Städten errichtet. Deren Verteilung ist sehr heterogen. Während in den schleswig-holsteinischen Kreisen Nordfriesland und Dithmarschen in dieser Zeit jeweils über 2.100 MW Leistung - und damit mehr als beispielsweise in Baden-Württemberg, Sachsen oder Thüringen - neu installiert wurde, gingen in 118 Landkreisen bzw. kreisfreien Städten jeweils weniger als 50 MW in diesem Zeitraum in Betrieb.

Der Ausbau der Windenergienutzung hat in Süddeutschland in den letzten Jahren überproportional an Dynamik verloren. Während im Durchschnitt der Jahre 2011 bis 2019 fast ein Fünftel der Windenergieleistung in der sogenannten Südregion in Betrieb genommen wurde, hat sich seit 2020 dieser Anteil nahezu halbiert und erreichte 2022 wie auch 2023 nur noch rund sechs Prozent. In den Jahren 2024 und 2025 lag die Südquote jeweils bei 10 Prozent des Bruttozubaus. 

Hinweis: Das Erneuerbare-Energien-Gesetz trifft Regelungen, welche die wirtschaftlichen Bedingungen für die Windenergienutzung in der Region südlich der Mainlinie verbessern sollen. Zur Südregion zählen Baden-Württemberg, das Saarland, der ganz überwiegende Teil von Bayern und Rheinland-Pfalz sowie der Süden von Hessen. Durch Anklicken des Begriffs in der Grafiküberschrift erscheint eine kartografische Darstellung sämtlicher Landkreise und kreisfreien Städte innerhalb der Südregion.

Gesamtbestand

Die Grafiken zeigen die aktuell installierte Gesamtzahl an Windenergieanlagen und deren elektrische Leistung sowie die flächenbezogene Windenergieleistung in jedem Land. Die Werte werden monatlich aktualisiert und stellen somit eine Momentaufnahme dar.

Der Ländervergleich zeigt, dass im Jahr 2025 mit deutlichem Abstand in Niedersachsen die meiste Windenergie installiert war. Auf den Plätzen 2 und 3 folgen fast gleichauf Brandenburg und Schleswig-Holstein. Auf dem vierten Rang steht Nordrhein-Westfalen, wo bislang 9.000 Megawatt Windenergieleistung installiert wurden.

Ein anderes Bild zeigt sich für den Vergleich der aktuell installierten Windenergieleistung in Bezug zur Landesfläche. Hier führt Schleswig-Holstein vor Bremen das Ranking an, gefolgt von Brandenburg, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt. In den großen Flächenländern Bayern und Baden-Württemberg wie auch in Sachsen ist dieser Wert bislang nur zweistellig - und liegt damit deutlich unterhalb des Bundesdurchschnitts (190 kW/km²).

Analyse Zubau Windenergieanlagen

Hinweis zur Nutzung von Grafiken und Daten

Sämtliche Grafiken und die dahinterliegenden Daten können heruntergeladen und weiterverwendet werden. Dazu "Grafik weiterverwenden" anklicken. Darüber gelangen Sie auf eine Webseite von 23° (23degrees), auf der das Material in verschiedenen Dateiformaten als Download bereitgestellt wird.

Ansprechperson

Portrait Juergen Quentin
Jürgen Quentin
Referent Energiewirtschaft und EEG