Das Jahr 2023 war geprägt von einer deutlichen Zunahme im Windenergieausbau: 748 neue Windturbinen mit einer Leistung von 3.577 MW gingen ans Netz, was einer Steigerung von fast 50 Prozent im Vergleich zu 2022 entspricht. Nach Abzug stillgelegter Anlagen betrug der Netto-Zuwachs 301 Anlagen bzw. 3.006 MW. Schleswig-Holstein führte mit 250 neuen Anlagen (1.216 MW) vor Niedersachsen (131 WEA, 638 MW) und Nordrhein-Westfalen (114 WEA, 527 MW).
Auch die Genehmigungszahlen erreichten mit 7.540 MW einen Höchststand, übertroffen nur im Jahr 2016. Nordrhein-Westfalen war Spitzenreiter bei neuen Genehmigungen, während die durchschnittliche Dauer von Genehmigungsverfahren auf 26 Monate anstieg.
Das Repowering spielte eine wichtige Rolle: 33 Prozent des Bruttozubaus entfielen auf den Austausch älterer Anlagen – ein Anstieg um neun Prozentpunkte gegenüber 2022. Sachsen-Anhalt erzielte mit 77 Prozent die höchste Repowering-Quote.
In der Südregion blieb der Anteil am Gesamtzubau gering (6 %), trotz eines Anstiegs der Inbetriebnahmen um 62 Prozent. Insgesamt waren Ende 2023 rund 28.700 Windturbinen mit 60,9 GW Leistung in Betrieb, wobei 17 Prozent der installierten Kapazität keine EEG-Vergütung mehr erhalten.