Im ersten Gebotstermin des Jahres 2022 für Windenergieanlagen an Land wurden 1.328 Megawatt (MW) auktioniert. Eingereicht wurden 147 Gebote mit 1.356 MW Windenergieleistung, womit der Gebotstermin nur knapp überzeichnet wurde. Damit steht auch fest, dass das Auktionsvolumen zum Gebotstermin am 1. Mai 2022 wiederum keine endogene Mengensteuerung erfährt.
Die Bundesnetzagentur bezuschlagte 141 Gebote mit zusammen 1.332 MW Leistung, die in 277 Anlagen installiert werden sollen. Darunter findet sich auch eine Anlage, die bereits 2018 erfolgreich geboten wurde, deren Zuschlag aber mittlerweile erloschen ist. Der größte Zuschlagsmengenanteil ging nach Niedersachsen (326 MW), gefolgt von Nordrhein-Westfalen (275 MW) und Schleswig-Holstein (259 MW). Lediglich sieben Prozent der bezuschlagten Leistung adressieren Windprojekte in der Südregion.
Ein Drittel der in dieser Runde erfolgreichen Anlagenmodelle stammen von Enercon (93 WEA). Knapp ein Viertel (23 %) der bezuschlagten Windturbinen adressiert Modelle von Vestas (64 WEA). Ein weiteres Fünftel (59 WEA) sind Maschinen von Nordex. Die drei erfolgreichsten Anlagentypen in dieser Runde waren die N149 (38 WEA) von Nordex, gefolgt von der Enercon E-138 (35 WEA) und der V150 von Vestas mit 33 Exemplaren.
In 24 Gebotsterminen wurde 3.525 Windturbinen mit 14.310 MW eine Vergütungszusage zuteil. Hiervon waren Mitte April 2022 1.358 Anlagen (4.941 MW) am Netz. Die meisten dieser Windturbinen stehen in Brandenburg (263 WEA), Nordrhein-Westfalen (246 WEA) sowie Niedersachsen (232 WEA). Mittlerweile sind nicht realisierte Zuschläge aus sieben Ausschreibungsrunden mit 553 MW Leistung erloschen.