In der 16. Ausschreibungsrunde für Windenergieanlagen an Land am 1. Juni 2020 wurden 826 MW aukti- oniert. Auch dieser Gebotstermin wurde wiederum unterzeichnet: Lediglich 468 MW Windenergieleistung für Anlagenstandorte in elf Bundesländern wurden zu diesem Termin offeriert.
Die meiste bezuschlagte Leistung stammt aus Schleswig-Holstein (129 MW), gefolgt von Nordrhein- Westfalen (97 MW). Südlich des Netzengpasses (»Mainlinie«) war 11 Windturbinen erfolgreich, was zehn Prozent aller bezuschlagten Anlagen (111 WEA) in dieser Runde entspricht.
Im Netzausbaugebiet wurden 148 MW Leistung bezuschlagt – 32 Prozent der insgesamt erfolgreichen Leistungsmenge. Die Sonderkonditionen für Bürgerenergiegesellschaften wurden in drei Geboten (43 MW) beansprucht und letztlich von der Bundesnetzagentur auch bezuschlagt.
Von den 111 erfolgreichen Windenergieanlagen stammen 35 Prozent von Vestas (39 WEA), gefolgt von Enercon (30 WEA) und Nordex (30 WEA). Die häufigsten Anlagentypen in dieser Runde waren die N149 von Nordex und die V136 von Vestas, mit jeweils 20 bezuschlagten Anlagen.
Die kumulierte Betrachtung der Ergebnisse über alle 16 Ausschreibungsrunden zeigt eine unverändert hohe Zuschlagskonzentration in Norddeutschland. Nördlich der Mainlinie sind 89,9 Prozent (2.007 WEA) der bis dato bezuschlagten Windenergieanlagen geplant, südlich davon lediglich 10,1 Prozent (226 WEA). Von den bislang bezuschlagten 2.189 Anlagen waren Ende September 2020 zwei Drittel (1.540 WEA) im- missionsschutzrechtlich genehmigt. 54 Prozent der Windturbinen erhielt innerhalb von zwei Monaten nach Genehmigungserteilung den Zuschlag. Ende September waren 615 Anlagen (2.037 MW) mit Vergütungs- anspruch im Rahmen der Ausschreibung in Betrieb.