Titelbild Ausschreibungen
Publikation
Wind

Stand 01.05.2021

Analyse

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In der ersten Ausschreibungsrunde des Jahres 2021 für Windenergieanlagen an Land wurden 1.500 MW auktioniert – das bis dahin größte Volumen eines Gebotstermins. Entsprechend blieb auch ein erheblicher Teil der Auktionsmenge ungenutzt; da die Genehmigungslage weiterhin nicht ausreichend war, um die Aus- schreibungsmengen vollumfänglich bedienen zu können. Eingereicht wurden 91 Gebote für 719 MW Wind- energieleistung an potenziellen Anlagenstandorten in elf Bundesländern. Erstmals seit eineinhalb Jahren gab es kein Gebot einer Bürgerenergiegesellschaft.

Die Bundesnetzagentur konnte letztlich 89 Gebote mit 691 MW Leistung, die in 153 Neuanlagen instal- liert werden sollen, einen Zuschlag erteilen. Zum ersten Mal erhielten auch zwei sog. Zusatzgebote für mehr realisierte Leistung in bereits laufenden Anlagen eine Vergütungszusage. In dieser Ausschreibungs- runde stammte ein weiteres Mal die meiste erfolgreiche Windenergieleistung (173 MW) aus Schleswig- Holstein. Dahinter folgen Brandenburg (168 MW) und Nordrhein-Westfalen (141 MW). In die Südregion gingen lediglich acht Prozent der Zuschläge. Ein Großteil der in dieser Runde erfolgreichen Windenergieanlagen stammen von Vestas (50 WEA), ge- folgt von Enercon (40 WEA) und Nordex (30 WEA).

Der meistofferierte Anlagentyp war die V150 von Vestas mit 32 erfolgreichen Exemplaren. Innerhalb von 21 Gebotsterminen wurde 2.682 Windturbinen mit 10.372 MW eine Vergütungszusage zuteil, wovon drei Viertel bis dato immissionsschutzrechtlich genehmigt sind. Hiervon waren Anfang Mai 946 Anlagen (3.300 MW) am Netz. Die meisten dieser Windturbinen stehen in Nordrhein-Westfalen (164 WEA), Brandenburg (163 WEA) sowie in Niedersachsen (160 WEA)