Titelbild Ausschreibungen
Publikation
Wind

Stand 01.10.2020

Analyse

Lesezeit 10 Minuten

In der 18. Ausschreibungsrunde für Windenergieanlagen an Land am 1. September 2020 wurden 367 MW auktioniert. Der Gebotstermin blieb wiederum unterzeichnet. Es wurden 25 Gebote für 310 MW Windener- gieleistung an Anlagenstandorten in neun Bundesländern zu diesem Termin offeriert. Nach Abzug von drei Gebotsausschlüssen (26 MW) wurden letztlich an 55 Anlagen mit zusammen 285 MW Leistung in acht Bundesländern Vergütungszusagen erteilt. Die meiste Windenergieleistung (100 MW) wurde in Brandenburg bezuschlagt; deutlich dahinter folgen Mecklenburg-Vorpommern (71 MW) und Nordrhein-Westfalen (47 MW). Erstmals wurde auch eine Windturbine in Berlin geboten und bezuschlagt. Die sog. Südregion (südlich der »Mainlinie«) ging das zweite Mal in Folge leer aus. Vier Prozent der bezuschlagten Leistung stammt von einer Bürgerenergiegesellschaft. Die Obergrenze im Netz- ausbaugebiet wurde mit 99 MW deutlich überboten; bezuschlagt wurden letztlich 84 MW Leistung. Die meisten der in dieser Runde erfolgreichen Windenergieanlagen stammen von Vestas (21 WEA), ge- folgt von Enercon und Nordex mit jeweils 15 Maschinen. Die häufigsten Anlagentypen in dieser Runde waren die V150 von Vestas und die N149 von Nordex mit jeweils 15 bezuschlagten Exemplaren. Seit Mai 2017 wurde 2.288 Windturbinen eine Vergütungszusage erteilt, die meisten davon in Branden- burg (522 WEA), Nordrhein-Westfalen (369 WEA) und Niedersachsen (368 WEA). Davon waren Anfang November 70 Prozent (1.584 WEA) immissionsschutzrechtlich genehmigt. 667 Windturbinen mit zusammen 2.224 MW Leistung wurden mittlerweile in Betrieb genommen