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Wind

Stand 01.01.2021

Analyse

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n der letzten Ausschreibungsrunde des Jahres 2020 für Windenergieanlagen an Land wurden 367 MW auktioniert. Der Gebotstermin war, erstmals seit einem Jahr, überzeichnet. Es wurden insgesamt 96 Gebote (so viele wie seit Mai 2018 nicht mehr) mit 657 MW Windenergieleistung für potenzielle Anlagenstandorte in elf Bundesländern offeriert.

Die sich anbahnende Überzeichnung der Gebotsmenge scheint so manchen Bieter – anders als in den vo- rangegangenen Auktionen in diesem Jahr – dazu bewogen haben, deutlich unter dem Höchstwert zu bie- ten. Der mittlere Gebotswert lag 0,13 ct/kWh unterhalb des Durchschnitts der letzten sechs Ausschreibun- gen. Der Zuschlagswert blieb infolge der Wettbewerbsintensität sogar um 0,23 ct/kWh unter dem Mittel der anderen Auktionen des Jahres 2020.

Letztlich bezuschlagt wurden 58 Gebote für 399,7 MW Leistung, welche mit 95 Windturbinen in sieben Bundesländern realisiert werden sollen. Die meiste der erfolgreichen Windenergieleistung (154 MW) stammt aus Schleswig-Holstein; deutlich dahinter folgen Nordrhein-Westfalen (89 MW) und Nieder- sachsen (85 MW). In die Südregion ging lediglich ein Zuschlag für eine Anlage. Ebenfalls einen Zuschlag für eine Windturbine erhielt eine Bürgerenergiegesellschaft in Schleswig-Holstein. Die Obergrenze im Netzausbau-gebiet, die letztmalig als Restriktion zur Anwendung kam, wurde um 60 Prozent überboten; bezuschlagt wurden dort 197 MW zu installierende Leistung in 52 Anlagen.

Die meisten der in dieser Runde, wie schon im Oktober 2020, erfolgreichen Windenergieanlagen stam- men von Nordex (40 WEA). Deutlich dahinter folgen Vestas mit 17 und GE Wind Energy mit 16 Maschi- nen. Der häufigste Anlagentyp dieser Runde war die N117 von Nordex mit 22 bezuschlagten Exemplaren. Seit 2017 wurde 2.528 Windturbinen im Rahmen der Ausschreibung eine Vergütungszusage zuteil. Die meisten Zuschläge gingen nach Brandenburg (538 WEA), Niedersachsen (419 WEA) und Nordrhein-West- falen (383 WEA). Davon waren Mitte Januar 2021 drei Viertel (1.879 WEA) immissionsschutzrechtlich ge- nehmigt. 770 Windturbinen mit zusammen 2.603 MW Leistung wurden bis dahin in Betrieb genommen.

Die jährliche Zuschlagsobergrenze im Netzausbaugebiet wurde in vier Jahren nur einmal vollends ausge- schöpft – nämlich 2020. Davor blieben bis zu 55 Prozent (2019) des jährlichen Volumens von 902 MW ungenutzt.