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Wind

Stand 01.11.2021

Analyse

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In der 19. Ausschreibungsrunde für Windenergieanlagen an Land am 1. Oktober 2020 wurden 826 MW auktioniert. Auch dieser Gebotstermin blieb, trotz hoher Beteiligungsquote, unterzeichnet. Insgesamt wur- den 89 Gebote für 769 MW Windenergieleistung auf Anlagenstandorte in zehn Bundesländern zu diesem Termin offeriert.

Nach Abzug von drei Gebotsausschlüssen (48 MW) wurden letztlich an 145 Anlagen mit zusammen 659 MW Leistung Vergütungszusagen erteilt. Die meiste Windenergieleistung (235 MW) wurde in Nieder- sachsen bezuschlagt; deutlich dahinter folgen Schleswig-Holstein (109 MW) und Brandenburg (86 MW). In die Südregion (südlich der »Mainlinie«) gingen sieben Zuschläge für 12 Windturbinen (48 MW). Einen Zuschlag erhielt eine Bürgerenergiegesellschaft für eine Windturbine in Schleswig-Holstein. Die Ober- grenze im Netzausbaugebiet wurde das zweite Mal in Folge mit 349 MW überboten; bezuschlagt werden konnten dort nur 268 MW Leistung.

Die meisten der in dieser Runde erfolgreichen Windenergieanlagen stammen von Nordex (49 WEA), knapp dahinter Enercon (44 WEA) und Vestas mit 43 Maschinen. Die häufigsten Anlagentypen in dieser Runde waren die N149 von Nordex mit 26 bezuschlagten Exemplaren.

Seit Mai 2017 wurde 2.433 Windturbinen eine Vergütungszusage erteilt, den meisten davon in Branden- burg (538 WEA), Niedersachsen (419 WEA) und Nordrhein-Westfalen (383 WEA). Davon waren Mitte November 2020 73 Prozent (1.784 WEA) immissionsschutzrechtlich genehmigt. 677 Windturbinen mit zu- sammen 2.261 MW Leistung wurden bis dahin in Betrieb genommen.