Wetterradar

Wetterradare des Deutschen Wetterdienstes erfassen Niederschläge. Für Windenergieanlagen in der Nähe von Wetterradaren gilt seit 2024 gilt ein Fünf-Kilometer-Schutzradius.

Das 3D-Wetterrader vom Deutschen Wetterdienst (DWD) dient der flächendeckenden Detektion von Niederschlägen. In Deutschland existiert ein Messnetz von 17 Niederschlags-Radaranlagen an exponierten Standorten mit einer Reichweite von jeweils über 150 Kilometern. Darüber hinaus gibt es ein Forschungsradar und vier Windprofiler-Radarsysteme. Reichen Windenergieanlagen aufgrund ihrer Höhe in die von den Wetterradarsystemen beobachtete Atmosphäre hinein, können die Messwerte durch Abschattungen und Reflexionen beeinflusst werden.

Seit Januar 2024 gilt ein Radius von fünf Kilometern. Zum Hintergrund: In der Vergangenheit hat der DWD seine Belange in einem Radius von 15 Kilometern um die Wetterradare geltend gemacht. 

Der DWD hatte zudem einen Prüfauftrag hinsichtlich der möglichen Standortverlagerung von Wetterradaranlagen für eine bessere Vereinbarkeit von Windenergieanlagen und Wetterradaranlagen. So ist es im Maßnahmenpapier von Klimaschutz- und Verkehrsministerium vom 5. April 2022 beschrieben.

Für die Windprofiler-Radarsysteme ist der freizuhaltende Schutzbereich nur im Rahmen einer Einzelfallprüfung zu bestimmen.

Einzelfallprüfung durch den Deutschen Wetterdienst 

Voranfragen zur Einzelfallprüfung von geplanten Windenergieanlagen oder Konzentrationszonen im Umkreis von Messstationen des DWD können an die E-Mailadresse windenergieanlagen.radar(at)dwd.de gestellt werden.

Veröffentlichungen

Eigene Aktivitäten

Entscheidungsbesprechungen

EnergieparkWahlheim_GVOMEDIA_wind_pv_Abo_Energy
Entscheidungsbesprechung
Wind
09.09.2016
BVerwG, Urteile vom 9. September 2016 – 4 C 6.15 und 4 C 2.16

Genehmigungsverfahren, Wetterradar, Begriff der Störung, Beurteilungsspielraum

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EnergieparkWahlheim_GVOMEDIA_wind_pv_Abo_Energy
Entscheidungsbesprechung
Wind
13.01.2016
OVG Koblenz, Urteil vom 13. Januar 2016 – 8 A 10535/15

Genehmigungsverfahren, Wetterradar, Beurteilungsspielraum

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Weiterführende Informationen

Ansprechperson

Portrait Dr. Dirk Sudhaus
Dr. Dirk Sudhaus
Forschungskoordinator und stellv. Geschäftsführer