Die vorliegende Publikation erklärt knapp das Format Bürgerausstellung.
Viele Aspekte der Energiewende werden kontrovers diskutiert, wobei einige Positionen deutlicher in den Mittelpunkt der Debatte treten als andere. Mit einer Bürgerausstellung können verschiedene Perspektiven auf engem Raum aufgezeigt und sichtbar gemacht werden. Dies eröffnet neue Möglichkeiten, in einen konstruktiven Dialog über Energiewendeprojekte einzusteigen. Personen, die stellvertretend für eine Gruppe stehen, werden interviewt und fotografiert. Ausgewählt und angefragt werden diese Personen aus verschiedenen Interessengruppen sowie aus der allgemeinen Bürgerschaft. Auf großformatigen Plakaten oder online werden sie mit Foto und prägnanten Statements präsentiert und geben so einzelnen Positionen ein Gesicht. Hinzu kom- men sachliche Informationen zum Thema, um das es geht, so zum Beispiel die Planung eines Windparks in einer Gemeinde oder zu den Grundlagen von Energiewende und Windenergie.
Eine Bürgerausstellung kann vor Ort realisiert werden, ist aber auch als reine Onlineversion denkbar. Veranstaltungsunabhängig als längere Ausstellung im Rathaus, einer Schule, einem Kulturzentrum oder direkt vor einem Projekttreffen: Bürgerausstellungen sind vielfältig einsetzbar. Da die Ausstellung den Anfang eines Dialogprozesses bildet, sollte bald darauf ein weiteres Veranstal- tungsformat im Rahmen des Beteiligungsverfahrens stattfinden.
Die Ausstellung sollte vor Ort in zentralen Räumlichkeiten stattfinden. Die Eröffnung und die Ausstellung sollten gut beworben werden. Auch Thema und Methode der Bürgerausstellung können z. B. auf zusätzlichen Plakaten erläutert werden.
Unabhängig davon, ob einige oder alle Schritte an eine Agentur vergeben werden, vergehen von der ersten Idee bis zur Ausstellungseröffnung mehrere Monate bis zu ein Jahr. Für eine reine Online-Konzeption über eine Agentur ist mit Kosten ab etwa 20.000 Euro zu rechnen, bei einer Vor-Ort-Ausstellung kommen Material- und Druckkosten hinzu.