Welche Erzählmuster über Windenergie haben in einem ausgewählten Zeitraum in der öffentlichen Berichterstattung Konjunktur, wie kann auf diese Erzählungen reagiert und was kann ihnen entgegengesetzt werden? Das waren die zentralen Fragen eines dreimonatigen Forschungsauftrags, den die Fachagentur Windenergie an Land (FA Wind) im Jahr 2021 in Auftrag gegeben hat. Nach Gesprächen mit Akteuren aus Ministerien und Landesenergieagenturen entschied sich die FA Wind, den Auftrag gezielt auf Social Media auszurichten: denn nicht nur aufgrund der Corona-Pandemie finden Diskussionen und Debatten, auch die über Windenergie, zunehmend online statt.
Zusammen mit einer Forschungsgruppe der Universität Bochum wurde eine Vorauswahl auf Facebook und Twitter als die meistgenutzen Netzwerke sowie auf die zeitlich abgeschlossenen Monate April und Mai 2021 getroffen. Das Ziel des Forschungsauftrags war einerseits eine Analyse von Narrativen rund um Windenergie an Land, andererseits aber auch das Herausarbeiten von immer wiederkehrenden Linien und Fehlschlüssen in der Argumentation von Windenergiekritikern und –kritikerinnen sowie das Entwickeln möglicher Gegenstrategien in der Debatte.
Der hier vorliegende Forschungsbericht ist bearbeitet und gekürzt. Aus Datenschutzgründen hat die FA Wind sich entschieden, im gekürzten Bericht alle von Facebook- und Twitter-Nutzenden stammenden Zitate zu anonymsieren. Es werden aber die Originaltexte verwendet – inklusive vorhandener Rechtschreibfehler. Alle Zitate, deren Autorinnen und Autoren sowie Quellennachweise liegen der FA Wind im unveröffentlichten Forschungsbericht vor.
Im ersten Kapitel werden die Analysemethoden und der zu grundeliegende Datenkorpus präsentiert. Im zweiten Teil geht es um die herausgearbeiteten Erzählmuster. Im dritten Kapitel werden häufig genutzte Argumentationslinien und Fehlschlüsse in der Argumentation vorgestellt sowie mögliche Gegenstrategien erarbeitet. Der Bericht schließt mit einem Fazit und Ausblick sowie einem ausführlichen Literaturverzeichnis.