Das erste Halbjahr kennzeichnet eine Aufwärtsentwicklung sowohl beim Brutto-Zubau als auch bei den erteilten Genehmigungen für neue Windenergieanlagen. Die Zahl der Anlageninbetriebnahmen wuchs um sieben Prozent gegenüber dem letztjährigen Vergleichszeitraum. Der Umfang der neu genehmigten Leistung stieg um knapp 14 Prozent und erreichte mit 9,1 Gigawatt (GW) einen neuen Rekordwert. Noch nie zuvor wurde in einem ersten Halbjahr so viel Windenergieleistung zugelassen wie jetzt.
Die Fülle an neuen Genehmigungen wirkte sich auch auf die Ausschreibungstermine aus. Das in diesem Jahr bislang auktionierte Leistungsvolumen wurde mit einer zweieinhalbfach so hohen Gebotsmenge überzeichnet. Das anhaltend hohe Genehmigungsgeschehen lässt bereits jetzt schlussfolgern, dass die Volumina der Ausschreibungstermine im zweiten Halbjahr ebenfalls erheblich überboten werden.
In Betrieb gingen in den ersten sechs Monaten 423 Neuanlagen mit 2.363 MW Leistung. Ein Drittel der neu installierten Leistung erfolgte durch Repowering – ein Plus von vier Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr. Die diesjährigen Stilllegungszahlen liegen nach sechs Monaten fast ein Fünftel über denen des ersten Halbjahrs 2025 und dürften erfahrungsgemäß aufgrund von Nachmeldungen in nächster Zeit noch steigen.
Nach Abzug der bisherigen Stilllegungen erreichte der Netto-Zuwachs zur Jahresmitte 1.927 MW. Der Gesamtbestand in Deutschland wuchs unterm Strich um 116 Windenergieanlagen.
Der bundesdeutsche Anlagenpark umfasste Ende Juni insgesamt 29.250 Anlagen mit knapp 70 Gigawatt Leistung.