Im Jahr 2019 wurden in Deutschland lediglich 282 neue Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 958 MW in Betrieb genommen. Dies entspricht einem Rückgang von 61 Prozent im Vergleich zu 2018 und 77 Prozent unter dem Fünfjahresdurchschnitt. Brandenburg führte erstmals seit zehn Jahren den Zubau an (59 WEA, 201 MW), gefolgt von Niedersachsen (181 MW) und Nordrhein-Westfalen (128 MW). 83 Prozent der neuen Anlagen wurden nördlich der Mainlinie errichtet.
Marktführer war 2019 Vestas mit 44 Prozent der neu installierten Leistung, vor Enercon (31,6 %). Die Vestas-Modelle V126 (39 Anlagen) und V136 (38 Anlagen) waren die meistgebauten Turbinen des Jahres.
Trotz eines Anstiegs der genehmigten Leistung um 30 Prozent auf 1.940 MW reichte die Genehmigungszahl nicht aus, um die Ausschreibungsvolumina zu bedienen. Vestas war auch hier führend, mit 35 Prozent der genehmigten Leistung. Die Repowering-Quote fiel auf 14 Prozent (2018: 21 %), Sachsen-Anhalt erreichte mit 45 Prozent den höchsten Anteil.
Besonders prekär war die Situation im Netzausbaugebiet: Hier gingen nur 210 MW ans Netz, ein Rückgang von 74 Prozent gegenüber 2018. Auch der Anteil an Genehmigungen sank weiter auf 18 Prozent der bundesweit genehmigten Leistung.