Bis 2028 sind Solaranlagen mit einer zusätzlichen Gesamtleistung von 55 Gigawatt notwendig
Berlin, 4. Februar 2026: Wie hat sich die installierte Solarleistung in den vergangenen Jahren insgesamt sowie unterschieden nach Freiflächen- und Gebäudeanlagen entwickelt? Wie viel Ausbau ist noch nötig, um die im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) definierten Ziele zu erreichen? Antworten auf diese Fragen liefern neue interaktive Grafiken, die die Fachagentur Wind und Solar heute veröffentlicht hat.
Die Auswertung macht deutlich, dass der Ausbau der Photovoltaik (PV) in den vergangenen Jahren an Dynamik gewonnen hat. Betrachtet werden Dachanlagen, Balkonanlagen und Freiflächenanlagen, basierend auf Daten des Marktstammdatenregisters der Bundesnetzagentur.
Einordnung in den EEG-Ausbaupfad
Insgesamt sind in Deutschland 117 Gigawatt (GW) Photovoltaik-Leistung installiert. Die im EEG festgelegten Ausbaupfade erfordern, dass in den kommenden Jahren weiterhin hohe Zubauraten erreicht werden.
Für das Jahr 2028 sieht das EEG eine installierte Solarleistung von 172 GW vor. Derzeit sind davon rund zwei Drittel realisiert. Um das Ziel zu erreichen, müssen bis 2028 Solaranlagen mit einer zusätzlichen Gesamtleistung von 55 GW errichtet werden.
Freiflächen und Dächer: 2025 nahezu gleich viel neue Solarleistung
Mit einem Anteil von rund 34 Prozent an der insgesamt installierten Solarleistung liegen Freiflächenanlagen derzeit unter der im Erneuerbare-Energien-Gesetz vorgesehenen Höchstgrenze von 50 Prozent. Der überwiegende Teil der aktuell installierten Solarleistung entfällt somit weiterhin auf Solaranlagen auf und an Gebäuden (einschließlich steckerfertiger Solaranlagen).
Auf Ebene der Bundesländer zeigen sich allerdings deutliche Unterschiede. Besonders hohe Anteile von Freiflächenanlagen – also über 50 Prozent – finden sich unter anderem in Brandenburg und Sachsen-Anhalt.
Gleichzeitig hat in den vergangenen Jahren der Anteil von Freiflächenanlagen zugenommen. Im Jahr 2025 kamen Freiflächenanlagen mit einer Gesamtleistung von 8,2 GW neu ans Netz, was nahezu dem Niveau der neu installierten Anlagen auf und an Gebäuden entspricht.
Die Entwicklung der Freiflächenanlagen wird von der Fachagentur Wind und Solar gesondert ausgewertet. Sie bietet online eine Monitoring-Seite an, auf der diese Entwicklung mithilfe von Daten und Grafiken dargestellt wird.
Transparente Datennutzung
Alle Grafiken sowie die zugrunde liegenden Datensätze stehen zur Verfügung und können weiterverwendet werden.
- Monitoring des Gesamtbestandes an Photovoltaik-Anlagen
- Monitoring der Inbetriebnahmen von Photovoltaik-Freiflächenanlagen
Kurzprofil: Fachagentur Wind und Solar
Die Fachagentur Wind und Solar ist eine Wissensplattform, die Informationen über die Nutzung von Wind- und Solarenergie in Deutschland veröffentlicht. Sie publiziert u. a. fundierte Analysen, Fachinformationen und praxisnahe Handlungshilfen. Die Mitglieder des gemeinnützigen Vereins sind Bund, Länder, die kommunalen Spitzenverbände, Wirtschafts- und Naturschutzverbände sowie Unternehmen. Die Fachagentur arbeitet fakten-, rechtssprechungs- und wissenschaftsbasiert.
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