Naturverträgliche Solarparks neben Windenergieanlagen

Naturverträgliche Solarparks werden auch in Windenergienähe unter Berücksichtigung von kollisionsgefährdeten Arten empfohlen.
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# Themen Netze, Natur- und Artenschutz, Planung

Photovoltaik-Freiflächenanlagen (PV-FFA) sollten auch im unmittelbaren Umfeld von Windenergieanlagen (WEA) naturverträglich gestaltet werden. Dabei sollte jedoch insbesondere darauf geachtet werden, die Anlockwirkung für kollisionsgefährdete Greifvögel und Fledermäuse im Mastfußbereich gering zu halten. Dies empfiehlt das Kompetenzzentrum Naturschutz und Energiewende (KNE) in seiner Publikation „Solarparks im Umfeld von Windenergieanlagen – Empfehlungen zur naturverträglichen Ausgestaltung“. 

Laut KNE werde die Planung von PV-FFA in der Nähe von Windenergieanlagen angesichts von Herausforderungen bei der Stromeinspeisung vermutlich an Bedeutung gewinnen. Wind- und Solaranlagen können denselben Netzanschlusspunkt nutzen und als komplementäre Energiequellen die Einspeisung des Stroms verstetigen. Da Wind- und Solarvorhaben jedoch durch größtenteils voneinander unabhängige Genehmigungsverfahren geregelt werden, sei eine Abstimmung der verschiedenen artenschutz- und naturschutzrechtlichen Vorgaben erforderlich, um negative Wechselwirkungen zu vermeiden. Insbesondere solle das Kollisionsrisiko von Greifvögeln und Fledermäusen mit benachbarten WEA bei der naturverträglichen Ausgestaltung von Solarparks bedacht werden.

Laut der Publikation des KNE sei eine naturverträgliche Gestaltung und fachgerechte Pflege von Solarparks in jedem Fall auch in Windenergienähe zu empfehlen, um positive Auswirkungen auf den Naturhaushalt zu fördern. Zwar würden PV-FFA von kollisionsgefährdeten Greifvögeln als Nahrungshabitat aufgesucht, doch die aktuelle Forschung lege kein erhöhtes Tötungsrisiko mit benachbarten WEA nahe. Auch Fledermäuse seien nicht vermehrt betroffen, da PV-FFA keine attraktiven Habitate für sie darstellen. Dennoch sollten im Mastfußbereich von Windenergieanlagen Maßnahmen ergriffen werden, um potenzielle Anlockwirkungen zu vermeiden.

Insgesamt werden in der KNE-Publikation fünf konkrete Empfehlungen für die naturverträgliche Ausgestaltung von Solarparks in der Nähe von Windenergieanlagen genannt. 

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