Kurzzeitspeicher liefern gesicherte Backup-Leistung

Analyse von Eco Stor zur Bedeutung von Kurzzeitspeichern in der Energiewende
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In Zeiträumen geringer Einspeisung aus Wind- und Solarenergie ist eine gesicherte Backup-Leistung wichtig, um Stromnetze, die auf erneuerbaren Energien basieren, zu stabilisieren. Kurzzeitspeicher könnten hier womöglich einen wichtigen Beitrag leisten.

Der Speicherprojektierer und -betreiber Eco Stor mit Sitz in Kirchheim bei München hat mithilfe eines Simulationstools den Einfluss unterschiedlicher Speicherleistungen auf den Bedarf an gesicherter Backup-Leistung untersucht. Die Analyse wurde Ende Oktober veröffentlicht. Mit dem frei zugänglichen Tool lassen sich verschiedenste Szenarien in Bezug auf den Ausbau von Photovoltaik- und Windkraftanlagen, Batteriespeichern und der Stromnachfrage in Deutschland simulieren.

Die Eco-Stor-Analyse zeigt, dass bereits moderate Speicherleistungen die Flexibilität des Systems erheblich steigern und den Bedarf an verbleibender Backup-Leistung verringern würden. So würde beispielsweise eine installierte Leistung von 60 GW mit einer Kapazität von 2 h den Backup-Bedarf um 15 GW senken, eine Kapazität von 4 h um 20 GW. Bei einer Speicherkapazität von 125 GW à 8 h könnte die notwendige Backup-Leistung sogar um 30 GW gesenkt werden. 

Die Studie zeigt auf, dass Kurzzeitspeicher in Zeiträumen mit wenig Wind- und Solarenergieertrag den Bedarf an Backupleistung aus steuerbaren Kraftwerken, beispielsweise aus Gaskraftwerken, deutlich reduzieren und zu einem nachhaltigen Energiesystem beitragen können. Vollständig überbrücken können Kurzzeitspeicher die Zeiträume geringer Ökostromproduktion laut Eco Stor jedoch nicht. 

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