Kamerasystemen zur automatischen Abschaltung von Windenergieanlagen haben großen Potenzial
Automatische Systeme zur Erkennung landwirtschaftlicher Bewirtschaftungsereignisse können den Schutz von Brutvögeln an Windenergieanlagen deutlich verbessern. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie im Auftrag des Bundesamts für Naturschutz (BfN). Nach den Vorgaben des Bundesnaturschutzgesetzes müssen Windenergieanlagen bei Brutvorkommen bestimmter Vogelarten zeitweise abgeschaltet werden, wenn in ihrem näheren Umfeld gemäht, geerntet oder gepflügt wird. Bisher erfolgt dies meist über Absprachen mit Landwirten – ein Verfahren, das als aufwendig und fehleranfällig gilt. Kamerabasierte Systeme erkennen entsprechende Ereignisse dagegen automatisch und können Anlagen teilweise bereits selbstständig abschalten. Besonders halbautomatisierte Lösungen gelten als praxistauglich. Vollautonome Systeme befinden sich noch in der Entwicklung, versprechen jedoch weitere Vorteile. Für ihren breiteren Einsatz empfiehlt die Studie einheitliche Vorgaben und standardisierte Eignungsnachweise.
Weitere Informationen:
- Bundesamt für Naturschutz (Hrsg.), 2026, Machbarkeit der Detektion von Bewirtschaftungsereignissen an Windenergieanlagen Studie zu Stand und Perspektiven automatischer Systeme. BfN-Schriften 783/2026.