Feldstudie zur Artenvielfalt in Solarparks
Der Bundesverband Neue Energiewirtschaft (bne) e.V. veröffentlichte im März 2025 eine bundesweite Feldstudie zu Artenvielfalt in Solarparks. In der Studie werden Vegetationsaufnahmen sowie Kartierungen von Heuschrecken, Tagfaltern, Reptilien, Vögeln, Fledermäusen und anderen Tiergruppen aus insgesamt 31 Photovoltaik-Freiflächenanlagen zusammengetragen. Der Fokus liegt auf PV-Anlagen, die auf ehemals landwirtschaftlich genutzten Flächen errichtet worden sind.
Die Ergebnisse implizieren für alle untersuchten Organismengruppen eine erhöhte Biodiversität auf PV-Flächen nach Inbetriebnahme der Anlagen im Vergleich zu Ackerflächen. Demnach scheinen PV-Anlagen in der derzeitigen Ackerlandschaft ein wertvoller Rückzugs- und Nahrungsraum für Flora und Fauna zu sein.
Das Kompetenzzentrum Naturschutz und Energiewende (KNE) veröffentlichte eine Wortmeldung, in der es die Studie kritisch beleuchtet. Die Autorinnen bemerken unter anderem, dass die Studie wissenschaftlich-methodischen Standards nicht immer gerecht werde. Auch fehle eine differenziertere Analyse der unterschiedlichen Anlagenmerkmale, wie Standort, Bauweise, Ausstattung und Pflege der Fläche, die große Auswirkungen auf die Biodiversität haben. Gleichwohl sei die vorgelegte Studie ein wichtiger Baustein für die Untersuchung der Artenvielfalt in Solarparks und liefere einen Ausgangspunkt für weitere Analysen.
Weitere Informationen:
- Bundesverband Neue Energiewirtschaft e.V. (2025): Artenvielfalt im Solarpark - eine bundesweite Feldstudie
- Kompetenzzentrum Naturschutz und Energiewende (2025): bne veröffentlicht Ergebnisse seiner bundesweiten Feldstudie zur Artenvielfalt im Solarpark